LFG Roland C.II Walfisch

Hier bei der Firma LFG (nicht zu verwechseln mit der Firma LVG!) benutzte man zur Konstruktion ein ähnliches Verfahren wie bereits bei Albatros oder Halberstadt durchgeführt: eine Halbschalen-Holzkonstruktion in sog. geklinkerter Bauweise. Diese erlaubte saubere aerodynamisch geformte Rümpfe, die bereits  von der AVA in Göttingen (Prof. Prandtl) im Windkanal untersucht und optimiert wurden.

Im Einzelnen wurden dünne Holzstreifen über Spanten zu Halbschalen verleimt und dann zusammengefügt (eigentlich ein Verfahren, dass auch später im Großserienbau der deHavilland Mosquito oder noch später bei den heutigen FVK-Flugzeugen  weiter ange-wendet werden, nur dass vom Holz auf Glasfaser/Kohlenstoff und Flüssigharz umgestellt wurde). Also damals ein sehr fortschrittliches Verfahren.

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Die C.II war ein zweisitziges Flugzeug und diente als Aufklärungsflugzeug. Sie war von sehr geringer Größe. Ansonsten war sie ein konventioneller mehrstieliger verspannter Doppeldecker. Die Herstellung war sehr aufwendig. Die Maschine kam 1916 an die Westfront, Der Beobachter bediente die Aufklärungstechnik und hatte ein MG auf einem Drehkranz zur Abwehr, später bekam auch der Pilot ein über  den Propellerkreis schießendes unsynchronisiertes MG. Ab 1917 wurden die Maschinen allmählich ersetzt und landeten in Flugschulen.

Technische Daten:

Länge 7,70 m, Spannweite 10,33 m, Höhe 2,90 m, Flügelfläche 27,06 m², Leermasse 789 kg, Startmasse 1309 kg. Triebwerk: Daimler-Mercedes wassergekühlter 6-Zyl. Reihenmotor mit 118 kW/160 PS. V/max 165 km/h, Dienstgipfelhöhe 4000 m, Flugdauer 4 h, Besatzung: 2 Mann.

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