Heinkel He 51 im spanischen Bürgerkrieg

Die Firma Heinkel wurde Anfang der 20er Jahre in Warnemünde/Rostock gegründet, nachdem Ernst Heinkel zunächst bei Albatros, dann bei Hansa-Brandenburg und schließlich bei Caspar in Travemünde als Konstrukteur wirkte.

Er verstand es gut, in den schwierigen Zeiten Flugzeuge zu bauen und zu verkaufen. Teilweise fand das in Schweden statt, um den Bestimmungen der Versailler Verträge zu umgehen, wie die anderen deutschen Firmen das auch machten, um der Existenznot zu entrinnen.

Noch in Weimarer Zeiten, als über das Reichsverkehrsministerium eine deutsche Luftwaffe heimlich vorbereitet wurde, entwarf Heinkel Jagdflugzeuge, z.B. Die HD (Heinkel HD = Doppeldecker, Heinkel HE = Eindecker) 23,  37 und 43 bis zum unmittelbaren Vorgänger HD 49 (diese Typennomenklatur wurde mit der "Machtüber-nahme" über das RLM geändert, nun hießen alle Heinkel Flugzeuge He).

Die HD 49 war technisch auf der Höhe ihrer Zeit und war 200 km/h schnell. Die daraus folgende He 51 flog im Mai 1933 zu ersten Mal, sie war nach der Arado Ar 65 das erste "richtige" Jagdflugzeug im Dritten Reich. Sie diente zur Grundausstattung der kom-menden Luftwaffe, die es nur heimlich und erst ab 1935 offiziell gab. Die ersten Jagdgeschwader wurden mit ihr ausgerüstet, bis die noch leistungsfähigere Arado Ar 68 kam, ebenfalls noch ein Doppeldecker.

Das Dritte Reich mischte sich zusammen mit dem faschistischen Italien in den ent-stehenden spanischen Bürgerkrieg ein, als der General Franco gegen die gewählte links-sozialistische Regierung putschte, die dann ihrerseits von der Sowjet-Union gesponsort wurde.

Und so kam die He 51 1936 über das deutsche Expeditionskorps Legion Condor zum Einsatz in diesem Krieg. Zunächst als Jagdflugzeug eingesetzt, geriet sie militärtaktisch bald ins Hintertreffen, weil die sowjetischen Jagflugzeuge der Republikaner wie z.B.die Polikarpow I-15 und später I-16 ("Rata", "Mosca"), das  erste verspannungsfreie Ein-decker-Jagdflugzeug mit Einziehfahrwerk) der He 51 deutlich überlegen waren. Diese diente dann nur noch als Erdkampfflugzeug, mit dem neue Taktiken erprobt wurden. Einer ihrer Piloten war der spätere Jagdfliegergeneral Adolf Galland.

Auch die Franco-Spanier wurden mit ihr ausgerüstet, Ende 1936 waren bereits über 50 Maschinen dort im Einsatz. Die Jagdflugzeugrolle übernahmen danach die ersten Proto-typen der Messerschmitt Bf 109 mit großem Erfolg.

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Technische Daten:

Spannweite (oben) 11,00 m -  (unten) 8,60 m, Länge 8,50 m, Höhe 3,30 m, Flügelfläche 27,20 m², Leermasse 1615 kg, Startmasse 1900 kg, Triebwerk: 1 x stehender wasser-gekühlter V-12-Zylinder BMW VI mit 550 kW/750 PS Startleistung, 430kW/585 PS Dauerleistung, Stahlrohrrumpf, Tragwerk: stoffbespannter Holzflügel. Reichweite 730 km/2,3 h. v/max 330 km/h, v/Reise 310 km/h. Dienstgipfelhöhe 7700 m, Bewaffnung 2 x MG 17 / 7,92 mm.

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Heinkel He 51 W (He 51 B 2 U1) s